Kanton Glarus
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diese Seite > Geographie, Wirtschaft, Verkehr, Tourismus
die Tektonische Arena Sardona-Unesco Welterbe, Stadt Glarus, der Glärnisch, das Klöntal 

Klick (top) Geographie

Der 685 km² grosse Kanton umfasst das Einzugsgebiet der Linth bis zum Walensee, und die Linthebene westlich der Linth bis Bilten sowie den Kerenzerberg. Die 27 Gemeinden des Kantons Glarus bieten knapp 40''000 Personen Heimat. Der Talboden ist mit deutlich über 400 Einwohnern je Quadratkilometer stark besiedelt.Das Glarnerland ist eines der steilsten Alpentäler. Eindrücklich prägen grosse Höhenunterschiede sein Bild. Es steht nur gegen Norden, zur Linthebene hin, offen. Die Gegensätze widerspiegeln sich im Klima. Es wechselt innerhalb weniger Kilometer von mild am Walensee, wo eine südländische Pflanzenwelt zu finden ist, zu hochalpin auf den vergletscherten Berggipfeln, und bläst der Föhn durchs Tal, können Temperaturrekorde gemessen werden.

Das Sernf- oder Kleintal bietet als einziges Seitental dörflichen Siedlungen Platz. Das Klöntal, das wichtigste westliche Seitental, ist, mit seinem Bergsee «so schön, wie es kein Traum errät».

Als sichtbarster Eingriff des Menschen zur Zähmung der Natur zeigt sich das imposante Linthwerk, welches das Antlitz der ganzen Region prägt.

 

Gemeinden 

(über 1'000 Einwohner)

  • Glarus 5713 Einwohner 
  • Näfels 3997 Einwohner 
  • Niederurnen 3734 Einwohner 
  • Mollis 3004 Einwohner
  • Netstal 2879 Einwohner 
  • Ennenda 2703 Einwohner
  • Schwanden (GL) 2573 Einwohner
  • Bilten 1941 Einwohner 
  • Oberurnen 1881 Einwohner 
  • Linthal 1158 Einwohner 
  • Luchsingen 1157 Einwohner 
  • Mitlödi 1063 Einwohner 

siehe auch: Gemeinden des Kantons Glarus.

Im Kanton Glarus gibt es keine Städte.

 

Klick (top) Wirtschaft
 
Hauptwirtschaftszweig ist die Industrie, vor allem Textil-industrie, Maschinen- und Apparatebau, Holzverarbeitung und Baustoffindustrie. Daneben sind Elektrizitätsgewinnung durch Wasserkraftwerke und Fremdenverkehr wichtig. In der Landwirtschaft überwiegt die Vieh- und besonders die Milchwirtschaft. 

Der Kanton Glarus ist der am stärksten industrialisierte Kanton der Schweiz. 


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Klick (top) Verkehr

Der Kanton Glarus liegt auf dem Weg zwischen dem wirtschaftlichen Zentrum Zürich und dem Tourismuskanton Graubünden, sowie zwischen der Zentral- und der Ostschweiz. Ueber die Anschlüsse an die A3 und des SBB-Netzes liegt der Kanton sehr verkehrsgünstig. Das Glarnerland wird grösstenteils von der Eisenbahnlinien Rapperswil-Glarus-Linthal und Zürich-Ziegelbrücke -Schwanden bedient. Die stündlich verkehrenden Regionalzüge bedienen auch Ziegelbrücke, den wichtigsten Verkehrsknoten- punkt in der Umgebung. Konzessionäre für den Busverkehrs sind die Schweizerischen Bundesbahnen, der Schweizerische Postautodienst und im Hinterland der Autobetrieb Sernftal (AS) als Nachfolger der 1969 stillgelegten Sernftalbahn.
 

Klick (top) Bergbahnen

Standseilbahn

BrB Braunwaldbahn

Die Braunwaldbahn verbindet die SBB-Station Linthal Braunwaldbahn auf 674 m ü. M mit dem Lufthöhenkurort Braunwald auf 1254 m ü. M.

Abkürzung Strecke Sek-
tionen
Länge
Meter
Höhe
Meter
Luftseilbahnen
KLNM Niederurnen - Morgenholz 1 2100 522
LMW Matt - Weissenberg 1 800 410
Gondelbahnen
BSB Braunwald - Grotzenbühl 2 1550 325
SBE Elm - Empächli 1 1155 465

Sesselbahnen
BSB Braunwald - Kleiner Gumen 1 2054 590
SFH Filzbach - Habergschwänd 1 1650 545
 
Klick (top) Tourismus
 
Zwischen dem Walensee und dem Zürichsee geht es hinein in das tief eingeschnittene Tal des Glarnerlands. Bis zu 1.750 Metern wachsen die Berge hier aus dem Boden. Mit 3.614 Metern ist der Tödi der höchste Berg der Ostschweiz. Das Glarnerland, einer der ältesten Kantone der Schweiz, ist eine Ferienregion der Vielfalt. Erstklassige Angebote für Familien gehen einher mit hochalpinen Wander- und Tourenmöglichkeiten, und Skispass in zwei attraktiven Wintersportgebieten. Kerenzerberg, Fronalp, Mettmen, Elm und Braunwald sind die touristischen Glanzpunkte. Sie bieten ein umfassendes Sommer-/Winter-Sportangebot. Geheimtips sind ferner die Weissenberge bei Matt und die Mettmenalp.
 
 

Klick (top) Tektonische Arena Sardona - Unesco Welterbe

 
Die Region zwischen dem Oberrhein, dem Sernftal und dem Walensee in der Ostschweiz ist bekannt für ihre Alpenpanoramen und Bergseen und die vielen Legenden, die sich darum ranken.
 
Die "Glarner Hauptüberschiebung" ist eine zirka 35 km lange und 25 km breite klar erkennbare Felslinie. Sie zieht sich über den Hausstock - Sardona – Ringelspitz und verläuft öfters auch auf Höhen von über 3000 m.ü.M. Die Linie zeigt eine tektonische Überschiebung, als sich 250 bis 300 Mio. Jahre alte Felsmassen über eine jüngere Felsformation schoben, die "erst" 35 bis 50 Mio. zählt. Man muss sich vorstellen, dass die afrikanische Kontinentalplatte auf die europäische drückte und dabei eine 10 km hohe Felsmasse auf einen anderen Felsblock schob.
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Einzigartig, weil so gut ersichtlich

Das Phänomen ist im Glarnerland dank der unterschiedlichen Farbe des Gesteins ausserordentlich gut sichtbar und deswegen auch einzigartig auf der Welt.

 
Einige Standorte sind leicht zu erreichen
Die Details dieser Gebirgs-Überschiebung lassen sich an zahlreichen Orten aus der Nähe betrachten. Die meisten Standorte sind höher gelegen, und dementsprechend erst nach einigen Stunden über wunderschöne Wanderwege erreichbar. Andere Standorte, wie die Lochsite bei Sool-Schwanden, sind auch sehr leicht zu erreichen.
 
Von Elm aus sieht der Betrachter diese Linie durch das Gefälle am Tschingelhoren verlaufen und sich über das Martinsloch auf 2600 m.ü.M. fortsetzen. Dieses sehr bekannte natürliche Fenster hat sich wahrscheinlich wegen einer Felssenkung und starkem Gesteinsdruck ergeben. Durch das Martins-Loch scheinen öfters auch Sonne oder Mond.
 

Klick (top) Hauptort Glarus

Glarus liegt in der geografischen Mitte des Kantons, eingebettet in eine imposante Bergwelt. Der auf etwa 470 m ü.M. liegende Hauptort mit seinen 5645 Einwohnern liegt zu Füssen des pyramidenförmigen rund  2327 m hohen Vorderglärnischs. 

Glarus ist Ausgangspunkt für wunderschöne Wanderungen im Glarner Mittelland. Gut markierte Wanderwege führen Richtung Schwammhöhe, ins Klöntal oder auf die andere Talseite in die Ennetberge und nach Äugsten über Ennenda. In hochalpine Gefilde stösst vor, wer das weitherum sichtbare und bekannte Vrenelisgärtli 2904 m ü.M. besteigt, oder den "Hausberg" den Vorderglärnisch mit seinen 2327 m ü.M.
Die heutige Stadtkirche am neuen Standort beherrscht durch ihre Lage und Grösse das Glarner Stadtbild. Der kostbarste Kirchenschatz ist die  Renaissance-Hostienmonstranz von 1518, die in ganz Europa nicht ihresgleichen findet. Von der dem Erzengel Michael geweihten Burgkapelle hat man einen schönen Ausblick über die Stadt und ins Tal.
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Klick (top) Der Glärnisch

Der Glärnisch ist ein vergletscherter Gebirgsstock der Glarner Alpen, südwestlich von Glarus. Er besteht aus zwei Hauptgraten die den nach Westsüdwesten abfließenden Glärnischfirn umschließen. Der rechts des Glärnischfirns nach Westen verlaufende Grat trägt den Ruchen (2901 m ü. M.) und wird im Norden durch das Klöntal mit dem Klöntalersee begrenzt. Der links nach Südwesten verlaufende Grat ist geringfügig höher und trägt den Hauptgipfel Bächistock (2914 m ü. M.). Der Vereinigungspunkt der Grate bildet den Zugang zu dem ihm nach Nordosten gegen Glarus vorgelagerten und am meisten bestiegenen Gipfel, dem Vrenelisgärtli (2904 m ü. M.), mit markantem, aus dem Unterland sichtbaren, früher dauerhaften Firnfeld.

Nach Norden ins Klöntal stürzt der Glärnisch mit z.T. sehr steilen Felswänden ab. Am Südosthang der Bergkette liegen in zwei Kesseln der Oberblegisee (1422 m ü. M.) und der Guppensee (1515 m ü. M.), beide ohne oberirdischen Abfluss.
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Klick (top) Das Klöntal

Im Klöntal liegt der Klöntalersee auf ca. 850 m.ü.M. Dieser wird von der Klön mit Wasser gespeist. Der Klöntalersee ist ein Natursee, der durch einen Bergsturz entstand. Auch heute noch ist das Klöntal ein Paradies für Fischer.
Das Klöntal ist eine Streusiedlung mit Gasthäusern, Restaurants und zwei Zeltplätzen Güntlenau und Vorauen. Der Haupterwerbszweig ist die Landwirtschaft.
Im Sommer wird das Klöntal mit Postautos von Glarus aus bedient. Die Endstation ist in der Richisau. Richisau war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Kurort bekannt, Die Straße führt dem linken Seeufer entlang, ist aber nicht wintersicher. Der Pragelpass, am Wochenende nur mit Velos befahrbar, verbindet das Klöntal mit dem Muotatal.

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