Kanton Freiburg
l’Etat de Fribourg
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Geographie, Wirtschaft, Verkehr, Tourismus, La Sarine / Fribourg, La Broye + See/ Murten, Bezirk Glâne

Sensebezirk,  Greyerzerland/ Bulle, District de la Veveyse / Châtel-Saint-Denis

 

(top) Geographie

für regionale Informationen klicken Sie die Karte an 

Der Kanton Freiburg ist zweisprachig. Die Sprachgrenze bildet in etwa die Saane /franz. Sarine, die sich hier tief in das Mittelland eingesenkt hat. Westlich der Saane spricht man französisch, östlich davon deutsch. Ebenfalls ist der Kanton im  Süden/Südosten eher ländlich und im Norden/Nordwesten dicht besiedelt und urbanisiert. Die grössten Städte sind Freiburg und Bulle.

Städte

Stadt Einwohner
Fribourg 31'881
Bulle 11'191

Übersicht der Gemeinden im Kanton Freiburg.

(top) Tourismus
(top) Hauptstadt Fribourg / La Sarine
Die zweisprachige Hauptstadt Fribourg ist die Hauptstadt des Kantons Freiburg, Sitz der Kantonsverwaltung und wichtiges Entscheidungszentrum mit einer Agglomeration, in der 60'000 Personen wohnen und arbeiten. Freiburg ist multikulturelle Universitäts- und Bildungsstadt, Wirtschaftszentrum, Kunst- und Kulturperle. Als Stadt der Brücken verbindet sie die zwei Sprach- und Kulturräume.
 
Das malerisch- mittelalterliche Fribourg  bezaubert durch sein sympathisches Erscheinungsbild mit vielen Brunnen und Brücken, Türmen und Toren. Die Gotik beherrscht die Architektur von Fribourg, aber erst durch den Mix mit klassizistischen, barocken und modernen Elementen ergibt sich der gewisse Charme des Stadtbildes. Mittelpunkt der Altstadt ist die Place de l'Hotel de Ville, mit dem Rathaus. Weitere Sehens- würdigkeiten sind das barock-klassizistische Stadthaus (1731), gegenüber dem Rathaus die Murtenlinde, die Kathedrale St. Nicolas (erbaut in Etappen von 1283 - ca. 1630). 
 
Der heilige Nikolaus von Myra ist der Schutzpatron von Fribourg. Deswegen wird zu seinen Ehren jedes Jahr ein besonders schönes Fest gefeiert. Vom Kollegium Sankt Michael ausgehend, zieht der Nikolaus auf dem Rücken eines Esels durch die Strassen und verteilt mit seinen Schmutzlis Lebkuchen an die Kinder, traditionelle Musik begleitet den Umzug. An der Kathedrale Saint-Nicholas angekommen, hält der Nikolaus eine Ansprache und lässt dabei das vergangene Jahr, mit einem Hauch Satire gewürzt, Revue passieren. 

(top) La Broye + See/Lac 

Kaum eine Stunde von der Voralpenkette entfernt, geniesst man mediterranes "Far niente" am Murten- und Neuenburgersee. Murten und Estavayer-le-Lac sind zwar mittelalterlich, aber eine "Feriendestination" war das Drei-Seen-Land schon immer. Der Broyebezirk ist eine stark zersplitterte Region, die in der Waadtländische Broye eingebettet ist. Er besteht aus einem Zipfel am Saanebezirk angegliedert und aus drei Exklaven in der Waadt: Estavayer-le-Lac, Surpierre und Vuissens. Tours, eine vierte sehr kleine Exklave, zur Gemeinde Montagny gehörend, kommt noch hinzu.
Murten - die historische Stadt am See

Das 800-jährige historische Zähringer-Städtchen Murten ist Hauptort des freiburgischen Seebezirks und auf der Sprach-
grenze an herrliche Lage am Murtensee. Die meisten Murtner-
Innen sprechen deshalb beide Sprachen. 

Mit seiner stimmungsvollen Altstadt aus dem 15.-18. Jahrhun-
dert, die auf einem Balkon über dem idyllischen Murtensee liegt, ist Murten eines der schönsten Städtchen der Schweiz.

Rundfahrten: Geniessen Sie die Fahrt von Murten hin zur ge-
genüberliegenden Weinregion Vully, eine typische Reblandschaft mit beschaulichen Weindörfern. Dauer: 1 Stunde. Ideal für Familien. - Eine abwechslungsreiche Fahrt (Murtensee-Broye-
kanal- Neuenburgersee) verbindet die kleine Zähringerstadt Murten mit dem anders geprägten Neuenburg.
(top) Die bekannte Dreiseenfahrt

Die längsten Wasserwege der Schweiz findet man im Dreiseenland. Die drei Juraseen sind mit Kanälen verbunden. Diese Tour bietet abwechslungsreiche Landschaften und viele malerische, mittelalterliche Städtchen. Die Nordufer der drei Seen Murtensee, Neuenburgersee und Bielersee sind traditionelle Weinbaugebiete. Die hier aufsteigenden mächtigen Juraketten bieten manchen atemberaubenden Aussichtspunkt über das Dreiseenland hin zur Alpenkette. 

Vully am Murtensee

Das schmucke Weinbaugebiet Vully, am Murtensee gelegen, vereint den Charme der Kantone Waadt und Freiburg. Die Anhöhe Mont Vully (653m) trennt den Murten- vom Neuenburgersee und bietet eine wundervolle Rundsicht auf Jura und Alpen. Seine Rebhänge liefern feine Weine (90% Chasselas), die sich in den hübschen Dörfern zu frisch gefangenem Fisch geniessen lassen. In Vully wird um den 20. September das Winzerfest gefeiert.
Estavayer-le-Lac 
Estavayer-le-Lac liegt auf 448 m ü. M. in einer Exklave des Kantons Freiburg, leicht erhöht über dem Südufer des Neuen-
burgersees und auf dem anschliessenden Plateau des breiten Höhenrückens, welcher den Neuenburgersee von der Broyeebene trennt. Als Touristenattraktionen von Estavayer-le-Lac gelten die weitgehend intakte mittelalterliche Altstadt mit dem Schloss Chenaux, das lokalhistorische Museum, das Fröschemuseum (Musée des grenouilles), die Kunstgalerie und der Hafen am Neuenburgersee. Neben verschiedenen Hotels verfügt Estavayer-le-Lac auch über einen Campingplatz.
(top) Romont - Bezirk Glâne
Romont
liegt auf 780 m ü. M.,auf einem Hügel und bietet eine eindrucksvolle Silhouette. Romont hat sein malerisches Stadtbild mit zahlreichen Bürger- und Patrizierhäusern aus dem 17. bis 19. Jahrhundert bewahrt. Von der alten Ringmauer aus dem 13. Jahrhundert  ist ein grosser Teil noch erhalten. Auf dem höchsten Punkt des Hügels befindet sich das Schloss Romont, das im 13. Jahrhundert erbaut wurde. Schräg gegenüber dem Schloss steht die gotische Kollegiatskirche Notre-Dame-de- l'Assomption aus dem 15. Jahrhundert. In der Talniederung der Glâne nordöstlich des Stadthügels befindet sich das Zisterzienserkloster Fille-Dieu, das 1268 gegründet wurde.

(top) Greyerzerland - District de la Gruyère

Das Greyerzerland liegt am Fusse der Alpen, inmitten von saftigen Weiden. In der nahen Region befinden sich das historische Städtchen Gruyères, der Stausee Lac de la Gruyère und der Ausflugsberg Moléson. Das Greyerzerland ist sowohl auf den Sommer- als auch auf den Wintertourismus ausgerichtet. Die ländliche Gegend eignet sich ideal zum betreiben von Land- und Milchwirtschaft und so gehören auch heute noch viele kleine, bäuerliche Milch- und Käsebetriebe zum Landschaftsbild. Bekannt ist der Gruyère-Käse - ein köstliches Naturprodukt.  
Bulle 

ist das städtische Zentrum des Greyerzerlandes. Sehenswert sind die Altstadt mit dem Schloss und das Musée Gruérien, das seit dem Neubau von 1978 eine modern gestaltete Sammlung von handwerklichen und kulturellen Gütern der Region zeigt. Im weiteren bietet die Stadt mit dem Espace Gruyère (1998 eröffnet) ein Veranstaltungszentrum für Viehschauen und -märkte, sowie für sportliche und kulturelle Anlässe. Unter letzteren sind der Marché Folklorique (jeden Donnerstag im Juli und August), der Weihnachtsmarkt, die Fasnacht sowie verschiedene weitere Festivitäten zu nennen. 

Gruyère  
Das historisch und touristisch bedeutende Schloss Greyerz und sein mittelalterliches Städtchen am Eingang in das obere Saanetal, prägen das Bild der Region seit bald 800 Jahren. Einen Besuch lohnt sich im mittelalterliche Städtchen mit seinem Schloss, das eine bedeutende Sammlung besitzt und das ganze Jahr über zahlreiche kulturelle Aktivitäten anbietet. Gleich daneben befindet sich das Museum HR GIGER Giger, das fantastische Kunst beherbergt. Die Schaukäserei "La Maison du Gruyère" befindet sich in Pringy, am Fusse des Schlosshügels. Seit 1998 führt eine neue Luftseilbahn auf den Gipfel des Ausflugbergs Moléson.
(top) Gruyère-Bäder in Charmey
Im April 2007 haben sich die Tore der neuen Gruyère-Bäder in Charmey geöffnet. Innen- und Aussenbad, Wasserspiele, Sauna, Hammam, Dampfbad... Erholungsraum für Körper und Geist inmitten einer phantastischen Bergkulisse. Das zylinderförmige Gebäude aus Holz und Glas beherbergt zwei echte « Bergseen » mit natürlichem Mineralwasser, das mit Holzfeuer auf 32-33º erhitzt wird.
 
Moléson im Greyerzerland / Freiburger Voralpen
Der bekannte Aussichtsberg liegt 8 km südwestlich von Bulle und ist durch eine Seilbahn erschlossen. Vom Feriendorf Moléson-sur-Gruyères führt zunächst eine Standseilbahn auf die Höhe von Plan-Francey (1'517 m ü. M.) und dann eine Luftseilbahn weiter bis auf den Gipfel. Von Plan-Francey führt auch ein gebührenpflichtiger und stark eisenhaltiger Klettersteig durch die Nordwestwand des Nordgipfels hinauf. Auch der Gipfel der Vudalla kann mit einer Seilbahn erreicht werden. Das Massiv des Moléson ist ein beliebtes Wander- und Skigebiet. Im Gipfelrestaurant gibt es ein Observatorium mit vier Teleskopen für Hobbyastronomen. entstand in den 60-er Jahren auf den grünen Wiesen des Greyerzerlandes.
(top) Sensebezirk
Der Sensebezirk ist der einzige rein deutschsprachige Bezirk im Kanton Freiburg. Benannt ist er nach dem Fluss Sense, der den Grossteil seiner östlichen Grenze zum Kanton Bern bildet. Auch die Ärgera durchfliesst das Senseland, ihre Quelle befindet sich wie auch die der Sense im Senseoberland. 
Senseoberland / Freiburger Voralpen
Im südlichen Teil des Sensebezirkes liegt das Senseoberland. Vor allem das Gebiet um den Schwarzsee bietet viele Möglichkeiten, Trekking und Wintersport zu betreiben.  
Schwarzsee im Senseoberland 

nennen sich der See und auch die Tourismusregion, an der drei verschiedene politische Gemeinden teilhaben: Jaun, Charmey und Plaffeien. Sie liegt im Senseoberland. Im Zollhaus, wo die vom Gantrischgebiet herkommende kalte Sense und die immer etwa zwei bis drei Grad wärmere warme Sense zusammenfliessen, beginnt der Schwarzsee. Der Quellsee der Sense liegt auf 1048 m harmonisch eingebettet in die voralpine bewaldete Bergwelt. Im Einzugsgebiet des Sees erstreckt sich der "Schwarzsee- Schlund", ein beliebtes Ausflugsgebiet. Ein Sessellift führt hinauf zur Riggisalp (1500 m). Von hier erklimmt man in 2.30 Std. die Kaiseregg (2189 m), die eine prächtige Aussicht vom Mont-Blanc bis zum Berner Oberland eröffnet. Im Winter wird Skisport, sowie auf dem zugefrorenen See Eislaufen betrieben.

(top) District de la Veveyse / Vivisbach
In der Haute und der Basse-Veveyse leben 14'150 Personen in den 9 Ge- meinden: Attalens, Bossonnens, Châtel-St-Denis, La Verrerie, Le Flon, Granges, Remaufens, Semsales und St-Martin mit 700 bis zu 5' 000 Einwohnern. Die Veveyse ist mit etwa 135 km² der kleinste der Freiburger Distrikte. der Hauptort ist Châtel-St-Denis. 
Châtel-St-Denis, Les Paccots und Region 

Schön gelegen, ca. 4 Km weit von der Autobahn A12, Ausgang Châtel-St-Denis entfernt, zwischen Vevey und Freiburg finden Sie das Berggebiet von Châtel-Saint-Denis mit dem Zentrum Les Paccots. Ein beliebtes Ausflugs-, Wander- und Skigebiet. Die Gegend bietet Ihnen natürliche Landschaften: das Niremont Torfmoor, das Torfmoor von Le Crêt près Semsales, die botanische Pfade von Attalens und Châtel-St-Denis, usw. Wander- und Sportmöglichkeiten werden im Sommer und im Winter geboten: Wanderwege, die Gourmet Pfade, die Schneeschuh- und auch die MTB-Strecken.

Klick (top) Wirtschaft in Kürze

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Bruttoinlandprodukt pro Einwohner: 43'377 CHF

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Exporte des Kantons Freiburg: 6,48 Mrd. CHF

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Zunahme der Exporte 1997-2006: +118%

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Anteil Exporte am Bruttoinlandprodukt: 58%

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Wichtigste exportierte Warenarten: Präzisionsinstrumente, Uhren, Schmuck, pharmazeutische und chemische Produkte, Maschinen, Elektronik.

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Im Handelsregister eingetragene Firmen: 16'519

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Arbeitslosenquote 2006: 3% 

(top) Verkehr
Transitverkehr
Zwei Autobahnen durchkreuzen den Kanton, die A1 (Bern - Murten - Lausanne) und die A12 (Bern - Fribourg - Bulle - Vevey).
SBB (Schweizerische Bundesbahnen): Eisenbahnlinie Bern -  Fribourg – Lausanne. 
Regionalverkehr
Chemins de fer fribourgeois
Das Unternehmen entstand per 1. Januar 1942 aus der Fusion der meterspurigen Chemins de fer électriques de la Gruyère (CEG), der normalspurigen Chemin de fer Fribourg–Morat–Anet (FMA) und der ebenfalls normalspurigen Chemin de fer Bulle–Romont (BR). Die GFM betrieben mehrere Eisenbahnlinien, sowie Autobusse im Kanton Freiburg. Per 1. Januar 2000 fusionierten die GFM mit der Transport en commun de Fribourg (TF) zur den Transports publics Fribourgeois (TPF). Dabei absorbierte die GFM die TF und gab sich den neuen Namen TPF.
Chemins de fer électriques de la Gruyère

Das Schmalspurnetz der GFM hat eine Länge von etwa 48 km und eine Spurweite von 1000 mm und ist seit Beginn elektrifiziert. Das erste Teilstück von Châtel-Saint-Denis nach Palézieux wurde 1901 von der Chemin de fer Châtel–Palézieux (CP) in Betrieb genommen. Eine weitere Eisenbahngesellschaft, die Chemin de fer Châtel–Bulle–Montbovon (CBM) eröffnete zwischen 1903 und 1904 in mehreren Etappen die Bahnlinie von Châtel-Saint-Denis über Bulle und Gruyères nach Montbovon. Beide Bahngesellschaften fusionierten 1907 zun den Chemins de fer Electriques de la Gruyère (CEG). 1912 wurde die Seitenline von Bulle nach Broc eröffnet, die dort bis zur Schokoladenfabrik Cailler (heute Nestlé) führt.
 
In Montbovon hat die GFM Anschluss an das Meterspurnetz der Montreux-Oberland Bernois-Bahn (MOB), mit der auch unterschiedliches Rollmaterial ausgetauscht wird.
Chemin de fer Fribourg–Morat–Anet 
Die Chemin de fer Fribourg–Morat–Anet (FMA) ist eine 32 km lange, normalspurige Eisenbahn von Freiburg über Murten (fr. Morat) nach Ins.
Chemin de fer Bulle–Romont 
Die Chemin de fer Bulle–Romont (BR) ist eine 18 km lange, normalspurige Eisenbahn von Bulle nach Romont.
Die TPF Freiburgischen Verkehrsbetriebe betreiben die Feinverteilung in weiten Teilen des Kantons mit umweltfreundlichen Bussen. 83% ihrer Kilometerleistungen erbringt sie im Einklang mit den Umweltschutznormen.
 
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