Kanton Neuenburg
REPUBLIQUE ET CANTON DE NEUCHÂTEL
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Le Littoral (Districts Neuchâtel + Boudry), Val de Ruz, Val de Travers, Montagnes Neuchâteloises
 

(top) Geographie

 
 
 
 
 

für regionale Informationen
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Der Kanton Neuenburg liegt im Jura, in der französischen Schweiz. Die Hauptstadt ist die gleichnamige Stadt Neuenburg am Ufer des Neuenburgersees (fr: Lac de Neuchâtel).Seine Bevölkerung besteht aus 170’000 Einwohnern.
 
Auf dem Mittelteil des Jurabogens gelegen, an den Ufern des grössten vollkommen schweizerischen Binnengewässers, gegenüber der Alpenkette gelegen, befindet sich das Neuenburgerland. Es besitzt gemeinsame Grenzen mit dem französischen Departement des Doubs und den Schweizer Kantonen Waadt, Freiburg, Bern und Jura. Es liegt direkt an den Ufern des Neuenburger- und Bielersees, die durch den Broye-Kanal mit dem Murtensee verbunden sind. Diese drei Seen bilden zusammen das grösste schiffbare Binnengewässer der Schweiz. In drei Ebenen (Seegebiet, Täler, Berge) eingeteilt, bietet es ein kontrastreiches Klima.
 
Auf kleinem Raum bietet es eine erstaunliche Vielfalt an Landschaften mit einnehmendem Charme und einer intakten Ursprünglichkeit, zwei Drittel des Gebiets sind denn auch geschützte Zonen. Trotz seiner ausgeprägten Natur, ist der Kanton aufgrund seiner Dimension und Kultur dennoch städtisch. 

Städte und Orte

Die Hauptstadt ist Neuenburg.
 
Mit fast 37'000 Einwohnern ist jedoch die bekannte Uhrenstadt La Chaux-de-Fonds im Neuenburger Jura die grösste Stadt des Kantons. Neuenburg folgt mit 31'630 Einwohnern (2002) erst an zweiter Stelle. Nach statistischen Kriterien die dritte Stadt des Kantons ist Le Locle mit 10'247 Einwohnern (2002).
 
Weitere grössere Gemeinden sind:
  • Peseux, 5541 Einwohner
  • Boudry, 5065 Einwohner
  • Colombier (NE), 5009 Einwohner

Vollständige Liste der 62 Neuenburger Gemeinden
siehe: Gemeinden des Kantons Neuenburg

(top) Tourismus

 
Neben dem Neuenburgersee mit seinen sonnigen Ufern und den insbesondere für Outdoor-Aktivitäten bekannten Neuenburger Jura ist die Region reich an industriegeschichtlich interessanten Sehenswürdigkeiten: Asphaltminen, unterirdische Mühlen, alte Schokoladefabrik, Museum der Zeitmessung, usw.
 
Am Ufer des Neuenburger Sees ist ein wundervolles Alpenpanorama vom Säntis bis zum Mont Blanc zu geniessen, am besten vor einem Glas herrlichen einheimischen Weins. Das Neuenburgerland mit seinem See, den Tälern und dem Uhrmachermuseum ist wie geschaffen für Wanderungen, Ausritte, Radtouren und Bootsfahrten.
(top) Le Littoral (Districts Neuchâtel + Boudry)

Hauptstadt Neuenburg / Region Neuenburgersee

Neuenburg ist  Hauptstadt auch Hauptort des gleichnamigen Bezirks. Die Stadt und Gemeinde Neuenburg erstreckt sich über 1745 Hektar. 36% davon sind bebaut. Neben der Stadt Neuenburg gehören auch die ehemals autonomen Ortsteile Serrières und Chaumont zur Gemeinde Neuenburg. Die unbebaute Fläche besteht hauptsächlich aus Wäldern und Wiesen. Seit 1512 gehört außerdem die Domaine forestier des Joux nordwestlich von Les Ponts-de-Martel der Stadt Neuenburg. Südlich wird die Stadt vom Neuenburgersee begrenzt. 
 
Neuenburg verfügt über ein reiches kulturelles Angebot. Theater, Kinos, Museen, Galerien, Konzertsäle,... Erwähnenswert sind das international bekannte Musée d'Ethnographie (Ethnographie-Museum) sowie das Musée d'Art de d'Histoire, in welchem die drei weltberühmten Automaten der Brüder Jacquet-Droz ausgestellt sind. In Neuenburg finden alljährlich mehrere Festivals statt. Am bekanntesten ist wohl die Fête des Vendanges (Winzerfest), die jeweils über 100'000 Besucherinnen und Besucher anzieht.
 
Die interessanteste touristische Attraktion der Region Neuenburg ist Neuenburgersee. Daneben sind die mittelalterlichen Winzerdörfer mit ihren Antiquitätenhändlern und Weinstuben immer gerne besuchte Orte.
Die bekannte Dreiseenfahrt

Die längsten Wasserwege der Schweiz findet man im Dreiseenland. Die drei Juraseen sind mit Kanälen verbunden. Diese Tour bietet abwechslungsreiche Landschaften und viele malerische, mittelalterliche Städtchen. Die Nordufer der drei Seen Murtensee, Neuenburgersee und Bielersee sind traditionelle Weinbaugebiete. Die hier aufsteigenden mächtigen Juraketten bieten manchen atemberaubenden Aussichtspunkt über das Dreiseenland hin zur Alpenkette. 

(top) Val-de-Ruz
 
Das Val-de-Ruz liegt zwischen Neuenburg und La Chaux-de-Fonds und wird vom Seyon nach Süden zum Neuenburgersee entwässert. Begrenzt wird das Val de Ruz auf seiner Südostseite durch die Höhe von Serroue (mit 843 m ü. M. nur geringfügig höher als das Talbecken) und durch den Chaumont (bis 1180 m ü. M.). Im Nordwesten des Tales verläuft die Jurakette von Mont Racine (1439 m ü. M.), Tête de Ran (1422 m ü. M.) und Mont d'Amin (1417 m ü. M.).
La Vue des Alpes - Tête de Ran
Passhöhe: 1283 m
Steigung: 10 %
Passlänge: 22 km zwischen Neuchâtel (NE) und La Chaux-de-Fonds (NE)
 
Die sanften Hügel um die Vue-des-Alpes bieten fantastische Ausblicke in alle Himmelsrichtungen. Kein Wunder, sind die Parkplätze auf dem Pass stets gut besetzt. Die Landschaft zwischen dem Chasseral und dem Tête de Ran ist auch ein herrliches Wandergebiet, das für alle etwas zu bieten hat. Die Sommerrodelbahn «Vue des Alpes» lädt zum Geschwindig-
keitsrausch. Sie liegt unmittelbar beim Parkplatz auf der Passhöhe der Vue des Alpes.
 

Die Langlauf-Loipen liegen zum grössten Teil nördlich des "La Vue des Alpes" Pass und geniessen ein Mikroklima, das gute Schneeverhältnisse garantiert. Einfacher Zugang und grosszügige Parkplätze stehen zur Verfügung.

(top) Das geheimnisumwitterte Val-deTravers

 
Das Val de Travers erstreckt sich vom Neuenburgersee quer durch den Jura bis hin zur Grenze zu Frankreich. Die Dörfer in diesem von der Uhrenindustrie geprägten Tal wirken eher bescheiden. Und doch ist das Tal reich an Attraktionen.
 
Im Tal befinden sich die Asphaltminen von Couvet. Asphalt wird hier zwar keiner mehr abgebaut, dafür sind die kilometer langen Gänge für  Touristen zugänglich Die immer gleich bleibende Temperatur von 8 °C ist im Sommer eine willkommene Abkühlung. Im Restaurant, das am Eingang zur Mine steht, werden Spezialitäten angeboten, die auf heissem Bitumen – einem Nebenprodukt aus Asphalt – gegart werden.
 
Landschaftlicher Höhepunkt ist die Areuseschlucht. An dieser Stelle durchschneidet der kleine Fluss eine ganze Jurakette ehe er sich in den Neuenburgersee ergiesst. Die Gorges de l'Areuse zählt zu den bedeutenden Natursehenswürdigkeiten im Jura und ist durch einen Wanderweg erschlossen. Hier überwindet der Fluss in mehreren Stufen mit Wasserfällen eine Höhendifferenz von 270 m. Gewaltige Formationen aus Felsen sind das beeindruckende Resultat. Am unteren Ausgang der Schlucht wechselt die Landschaft abrupt. Der Jura hört wie abgeschnitten auf. Grüne Wiesen und weiter unten gegen den Neuenburgersee gepflegte Rebberge beherrschen auf einmal die Szene. Typische, mit Blumen geschmückte Winzerdörfer reihen sich aneinander. Der Kontrast zum zuvor eher kargen Val de Travers könnte nicht grösser sein.

Absinthe - «Fée verte» - die grüne Fee

Das Maskottchen symbolisiert die Tradition des Absinthe. Absinthe, eine aus Wermut (Artemisia absinthium) hergestellte Spirituose, wurde ursprünglich medizinisch verwendet. Diese Verwendung des Wermut ist bis heute erhalten. Meist als Tee, eignet es sich gegen Fieber, Magenverstimmungen oder gegen Prostataleiden.
Schon früh hatte man bemerkt, dass Absinthe das Gemüt auf eine ganz besondere Weise stimulierte, auf eine Weise, wie dies andere Alkoholika oder vergleichbare medizinische Substanzen nicht zu tun pflegten. So wurde es bald als „La Fée Verte” bekannt, als „die Grüne Fee”. Mit der Verbreitung gingen unterschiedlich motivierte Bestrebungen einher, Absinthe zu verbieten. Ärzte und Wissenschaftler versuchten nachzuweisen, dass Absinthe für alle erdenklichen Übel der Zeit verantwortlich war, von Epilepsie und Impotenz über Tuberkulose und Syphilis bis hin zu Kriminalität, Suizid und Wahnsinn. Am 7. Oktober 1910 wurde Absinthe in der Schweiz verboten. Im Jahre 2005 änderte sich in der Schweiz die Gesetzeslage, das Absintheverbot wurde aufgehoben.

(top) Montagnes Neuchâteloises - Amtsbezirke La-Chaux-de-Fonds und Le Locle
La Chaux-de-Fonds
Die grösste Stadt des Hochjuras und drittgrösste Stadt der Romandie liegt auf rund 1000 Meter über Meer und ist damit eine der höchstgelegenen Städte Europas. Sie gehört zu den bekanntesten Uhrenstädten der Schweiz. Die Industriestadt erstreckt sich auf 992 m ü. M., in einem breiten Hochtal ohne oberirdisches Fliessgewässer im Neuenburger Jura, zwischen den Höhen von Mont Sagne im Südosten und Pouillerel im Nordwes-
ten. Der Lac de Moron, ein Stausee der vom Doubs gespiesen wird, liegt an der Landesgrenze zwischen der Schweiz und Frankreich. Von der Schweizer Seite kann man ihn über die Ortschaft Les Planchettes oder Les Brenets erreichen.
 
Le Locle
Le Locle liegt auf 920 m ü. M. nahe der Grenze zu Frankreich. Die Industriestadt erstreckt sich in einem engen, vom Bach Bied entwässerten Hochtal im Neuenburger Jura, zwischen den Höhen von Grand Som Martel im Süden und Pouillerel im Norden. Le Locle gilt als Wiege der schweizerischen Uhrenindustrie, die ab 1705 hier ihren Anfang nahm. Im Uhrenmuseum von Le Locle werden Kunstwerke der Uhrmacherei in gediegener Atmosphäre präsentiert. 
 
Lac des Brenets und Saut du Doubs (Wasserfall) 
Bei Les Brenets, weitet sich der Doubs in der flachen Talmulde zu einem langgestreckten See, der weiter unten von annähernd 200 Meter hohen Kalkmauern umfangen wird. Über den Saut du Doubs, wo er sich über fast 30 Meter senkrecht hinabstürzt, überwindet der Doubs schliesslich die angehäuften Bergsturz-
massen und verlässt die schönste Strecke seines Laufes.
   
 
Vallée de Brévine im Neuenburger Jura

Im Tal von La Brévine wird es so kalt wie sonst nirgends in der Schweiz. La Brévine, das ist das «Sibirien der Schweiz». Nicht in den Hochalpen auf über 4000 Metern wurde offiziell die bisher tiefste Temperatur in der Schweiz gemessen, sondern im abgelegenen Tal im Neuenburger Jura auf gut 1000 Metern Höhe: Minus 41,8 Grad kalt war es hier am 12. Januar 1987; eisige Temperaturen von 30 Grad unter Null sind keine Seltenheit. Zahlreiche Birken - ein Baum aus der Tundra - manche zu Alleen gruppiert, verleihen dem Tal einen ganz eigenen Charakter.
Die Kälte macht Bewohnern und Wintertouristen aber auch ein Geschenk: 50 Kilometer Langlaufloipen gibt es in der Region. Längläufer und Schneeschuhwanderer finden ideale Bedingungen. Von der einfachen Kurzstrecke im Tal fast ohne Höhenunterschied, bis zur anspruchsvollen Tour über die Bergketten. 

 
Eine besondere Attraktion ist der Lac de Taillères westlich von La Brévine: Ein See, der fast den ganzen Winter zugefroren ist, lockt Schlittschuhläufer und Spaziergänger.

(top) Wirtschaft

 
Wie im gesamten Gebiet des schweizerischen und französischen Juras spielen die Uhren- und die Maschinenindustrie und ihre Zulieferer (Präzisionsmechanik, Décolletage) in der regionalen Wirtschaft eine dominante Rolle. 28% der Beschäftigten des Kantons und 30% aller Firmen werden der Uhrenindustrie zugerechnet. Im Herzen des Watch Valley, das sich von Genf bis Basel erstreckt und dem Jurabogen entspricht, ist es der eigentliche Uhrmacher-Kanton der Schweiz (mit einem Drittel aller Arbeitsplätze der nationalen Uhrenindustrie) und die Wiege einer rekordverdäch-
tigen Anzahl Uhrenmarken. Sein Observatorium gibt übrigens die exakte Zeit der ganzen Schweiz und nimmt auf internationaler Ebene an der permanenten Definition der universellen Zeit teil.
(top) Verkehr
Schiffverkehr
Die Navigation Lacs de Neuchâtel et Morat SA sichert die regelmässigen Schiffahrtslinien auf dem Neuenburgersee, sowie die Verbindung mit dem Bieler- und dem Murtensee.
Bahn
Die Stadt Neuenburg liegt an den SBB-Linien Basel-Sitten sowie Zürich-Genf. Mit Bern verbindet sie die BLS-Linie Bern - Neuenburg - La Chaux-de-Fonds - Le Locle, wobei der Personenverkehr auf den Teilstücken nach La Chaux-de-Fonds und Le Locle in den letzten Jahren auf ein Minimum reduziert wurde. Desweiteren liegt Neuchâtel an der TGV-Strecke Bern-Paris.
 
Die Stadt La Chaux-de-Fonds und die Montagnes Neuchâteloises werden außerdem von den Chemin de Fer du Jura ([2]) bedient. 
 
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