Kanton Bern / Berner Oberland
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Der Kanton Bern hat die grösste Nord-Süd-Ausdehnung aller Kantone. Er erstreckt sich vom Jura über das Schweizerische Mittelland bis in die Alpen. Im Norden grenzt er an den Kanton Jura, im Westen an die Kantone Neuenburg, Waadt und Fribourg, im Osten an die Kantone Solothurn, Aargau, Luzern, Nidwalden, Obwalden und Uri und im Süden an den Kanton Wallis.
Auf Karten mit großem Maßstab entsteht der Eindruck, dass der Kanton Bern bei La Ferrière an Frankreich grenzt und somit ein Grenzkanton ist. Detaillierte Karten zeigen jedoch, dass Gemeinde- und Landesgrenze einige hundert Meter voneinander entfernt sind.


Der französischsprachige Berner Jura gehört zum Faltenjura, die Hauptstadt ist Moutier. Südlich davon erstreckt sich zwischen dem Bielersee, Murtensee und der Stadt Bern im Aaretal das Berner Seeland, das durch die Juragewässerkorrektion von Sumpfland zum Gemüsegarten der Schweiz wurde. Im Nordosten der Stadt Bern liegt die Region Oberaargau (die nicht zum Kanton Aargau gehört). Östlich der Stadt Bern liegt das zu den Voralpen gehörende Emmental, aus dem der berühmte Emmentaler Käse kommt (nicht nur von dort), das im Osten vom Bergland des Napf abgeschlossen wird. Im Süden des Kantons liegt das Berner Oberland, im Osten mit dem Haslital, Brienzersee, Thunersee und dem Jungfraugebiet, im Westen mit den Regionen Saanenland, Simmental, Frutigland (Adelboden) und Lötschberg.

Klick (top) Städte und Orte

(Einwohner am 31. Dezember 2006)
Stadt Einwohner   Stadt Einwohner
Bern 122'658   Langenthal 14'547
Biel / Bienne 49'353   Muri bei Bern 12'526
Thun 41'642   Spiez 12'417
Köniz 37'448   Worb 11'295
Steffisburg 15'380   Münsingen 11'046
Burgdorf 15'049   Lyss 11'240
Ostermundigen 14'866   Ittigen 10'688

Gemeinden des Kantons Bern

(top) Wirtschaft

Dank einer breit gefächerten Wirtschaftsstruktur bietet der Kanton Bern seiner Bevölkerung attraktive und sichere Arbeitsplätze. Die öffentliche Hand ist mit 80'000 Beschäftigten vor allem in der Stadt Bern und Umgebung ein wichtiger Arbeitgeber. Doch vier Fünftel der Bevölkerung arbeiten in der Privatwirtschaft. Sechs Prozent sind in der Landwirtschaft tätig. Immerhin jeder zehnte Arbeitsplatz im Kanton hängt vom Tourismus ab – im Berner Oberland sogar fast jeder dritte.

Die Regionen Biel und Berner Jura gelten als Heimat der Uhrenindustrie: Marken wie Omega, Rolex, Longines und Swatch geniessen Weltruf. Von dem in der Uhrmacherkunst erworbenen Know-how profitieren heute zunehmend auch Unternehmen der Medizinaltechnik, der Telekommunikation und Informatik, der Präzisions- und Maschinenindustrie.

Zahlreiche international tätige Unternehmen mit einer Spitzenposition auf ihrem jeweiligen Gebiet haben im Kanton Bern ihren Sitz: so der weltgrösste Uhrenkonzern Swatch Group, die Telekommunikationsfirmen Swisscom, Ascom und T-Systems Schweiz, der Internethändler ebay, die Pharmaunternehmen ZLB Behring und Berna Biotech, die Anlagenbauer Mikron, Tornos und Feintool oder der Werkstoffkonzern Rehau.

Die Produktion von hochwertigen Lebensmitteln hat im Kanton Bern eine langjährige Tradition. Der Emmentaler Käse mit den grossen Löchern, die Simmentaler Kuh, die Schokolade Toblerone und das Getränk Ovomaltine sind internationale Begriffe. Das bernische Seeland gilt als grösster Gemüsegarten der Schweiz.

 

(top) Verkehr

Der Kanton Bern liegt an den Bahnverkehrsachsen Zürich - Freiburg - Lausanne - Genf (ost-west) und Basel - Lötschberg -  Simplon - Italien (nord-süd), die sich in der Stadt Bern kreuzen. Im Norden quert die Jurasüdfusslinie (Zürich - BielNeuenburg - Lausanne), im Süden die Schmalspurbahn Luzern - Brünig - Interlaken - Montreux (Golden-Pass). Weitere Täler sind durch diverse Schmalspurbahnen erschlossen: Berner Oberland-Bahn, Wengernalpbahn, Jungfraubahn, Meiringen-Innertkirchen Bahn.

Neben der Bahn spielt das Postauto eine grosse Rolle, einmal bei der Erschliessung der Seitentäler, dann aber auch für die berühmten touristischen Linien über Grimselpass, Sustenpass oder Grosse Scheidegg.
Die A1 St. Gallen - Genf führt durch das Mittelland und die Stadt Bern. In nord-südlicher Richtung führt die Autobahn A6 bis nach Meiringen östlich des Brienzersees. Von dort starten die Passrouten Brünig (nach Luzern), Susten (nach Uri) und Grimsel (nach dem Wallis, Graubünden und dem Tessin). Bei Spiez zweigt die Lötschbergroute ab, die mittels Autoverlad durch den Lötschbergtunnel mit dem Wallis und via Simplonpass mit Italien verbindet.
 
(top) Tourismus
 
 
Als drittgrösster Tourismuskanton der Schweiz bietet Bern Natur und Kultur von Weltrang: Die einzigartige Bergwelt rund um die bekannten Gipfel Eiger, Mönch und Jungfrau wurde von der UNESCO in die Liste des Weltnaturerbes aufgenommen. Im Sommer wie im Winter lockt das gesamte Berner Oberland jährlich Hunderttausende von Menschen aus aller Welt an.
Ein weiterer Anziehungspunkt ist die Kantons- und Landeshauptstadt Bern. Sie gehört zu den grossartigsten Zeugen mittelalterlichen Städtebaus in Europa. Ihre Altstadt gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Sechs Kilometer Lauben (Arkaden) säumen die Altstadtgassen, bieten Schutz vor nassem Wetter und laden zum stressfreien Bummeln ein.
 
Zahlen und Fakten

* Hotel- und Kurbetriebe: 724
* Betten: 67'916
* Logiernächte pro Jahr: 5'120’000
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