Das
Puschlav,
italienischsprachiges Südtal, erreicht
man vom Oberengadin aus über den
Berninapass, vom Veltlin (Italien) her
über Campocologno ganz im Süden des
Tals, sowie von Livigno (Italien) aus
über die Fuorcla di Livigno.Hauptort
des Tales ist Poschiavo.
Wandern, Angeln, Schwimmen, Biken und
genießen - das Valposchiavo bietet
abwechslungsreiche Urlaubserlebnisse
fernab vom Massentourismus. Jeder, der
mit dem Bernina Express reist, kennt die
bezaubernde Schönheit des Puschlav.
Das Gemeindegebiet umfasst das
obere Puschlav samt Seiten- tälern und erstreckt sich
von der Wasserscheide im Norden des Tales, welche unter
anderem durch die Berninagruppe und die Forcola di
Livigno gebildet wird, bis zum südlichen Ende des Lago
di Poschiavo (deutsch: Puschlaversee) auf 962 m.
Höchster Punkt des im Westen und Osten von Gebirgskämmen
begrenzten Territoriums ist der mittlere Gipfel des Piz
Palü mit 3'901 m. Die 19'095 Hektar umfassende Gemeinde
hat 3490 Einwohner.
Die Gemeinde Poschiavo
besteht aus mehreren Dörfern:
Poschiavo, Le Prese, Annunziata,
Cologna, Prada, San Antonio und Selva.
Die Berninabahn ist eine
eingleisige meterspurige Bahnstrecke der Rhätischen Bahn
(RhB) und war bis zum Zweiten Weltkrieg eine
eigenständige Bahngesellschaft (abgekürzt BB). Die
Gebirgsbahn verbindet das Engadin über den Berninapass
mit der italienischen Stadt Tirano. Sie gilt mit bis zu
sieben Prozent Gefälle – als eine der steilsten der
Welt. Die Berninabahn wurde gemeinsam mit der Albulabahn
am 7. Juli 2008 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes
aufgenommen.
Wer einmal die Strecke von
St.Moritz oder Pontresina bis ins italienische Tirano
abgefahren ist, der kehrt immer wieder begeistert in den
südlichen Teil von Graubünden zurück. Die Bernina-Linie
ist die einzige Schweizer Bahn, die offen über die Alpen
führt. Es gibt keinen Scheiteltunnel am Berninapass,
stattdessen hat man bei der Station "Ospizio Bernina"
auf einer Höhe von 2.253 Metern einen herrlichen Blick
auf die Seen Lago Nero und Lago Bianco. Wenn wenig
später die auf einer Felsplatte thronende Station "Alp
Grüm" erreicht ist, geht es von dort in geradezu
abenteuerlichen Kurven hinab bis in das auf 429 Meter
gelegene Tirano im italienischen Veltlin.
Das Puschlav bietet Nichtskifahrern Winterfreuden der
anderen Art an: Genuss und Kultur, den Weihnachtsmarkt
in Poschiavo, wie fast anno dazumal und
Schneeschuhwandern in einer Traumlandschaft.
Schneeschuhprofis und Wanderleiter führen die Gäste
sicher durch die einzigartige Winterlandschaft.
An der Bernina-Strasse, mitten auf einem Hochplateau in
La Rösa (1800m ü.M) liegt ein 4 km Langlauf-Rundkurs
der sowohl den Liebhabern des klassischen Stils, wie
auch den Skating-Freunden, die Möglichkeit gibt, Ihren
Sport in unverbrauchter Natur zu geniessen.
Es stehen 250km Wanderrouten zur
Verfügung. Sei es, um eine sportliche
Leistung zu erbringen, oder einfach ein
paar gemütliche Stunden durch die freie
Natur zu spazieren.
Biken
Vom Berninapass nach Tirano, von
Poschiavo zu den Rebbergen des Veltlins
oder ins Naturschutzgebiet Val da Camp
biken.
100 km
abwechslungsreiche
Mountainbike-Routen bieten Ihnen die
Möglichkeit, das schöne Tal auf dem
Velo-Sattel kennen zu lernen. Während
den Sommermonaten findet auf Anfrage
eine begleitete Tour statt.
Puschlaversee
Die guten Windverhältnisse auf dem
Puschlaversee laden auch Anspruchsvolle
zum Surfen ein! Für Angler
sind die Gewässer des Puschlavs ein wahres Dorado. In den Bergbächen tummeln
sich die Bachforellen und im Lago di Le
Prese fängt man mit ein wenig Glück
einen Saibling oder eine Seeforelle.
Das italienischsprachige Bergell
ist ein Tal, durch das die Grenze
zwischen der Schweiz und der
italienischen Provinz Sondrio
verläuft. Man erreicht das Bergell
vom Engadin aus über den Malojapass
(1815 m ü.M.). Das Bergell ist die
Sonnenstube von Graubünden. Wild
romantisch und voller Ausflugs- und
Wandermöglichkeiten. Durch die
südliche Lage des Tales ist es
bereits im März/April sehr
sommerlich.
Eine
Wanderung
von Maloja (1815m ü.M) nach
Chiavenna (333m ü.M) ist eine 40 km
lange Reise durch wechselnde
Landschaften und Kulturen. Oben im
Engadin ist es karg und kühl in der
klaren Hochgebirgsluft. Mit jedem
Schritt tiefer, Richtung Italien
werden die Farben weicher und
wärmer, die Vegetation üppiger.
Maulbeerbäume, Kastanienwälder und
vereinzelte Palmen trifft man am
unteren Ende des Bergells.
Die das
Bergell umgebenden
Dreitausender der Sciora-Gruppe
mit Piz Badile, Piz Cengalo, Gmelli
und Sciora fallen steil ab in den
engen Talgrund und sind ein Paradies
für Kletterer. Von Pranzaira bequem
mit der Albigna-Seilbahn aus zu
erreichen, herrscht hier im Sommer
reger Kletterbetrieb.
Maloja
gehört als Exklave von 81
Quadratkilometern politisch zur
Gemeinde Stampa im Bergell (Bezirk
Maloja), geografisch aber zum
Oberengadin. Maloja, die Alp von
Stampa wo sich früher die Kühe
getummelt haben, ist nun für die
erholung- suchenden Touristen da.
Die Region ist ein Wander-, Touren-
und Klettergebiet ersten Rangs.
Ausdauer wird durch land- schaftlich
eindrucksvolle Ausblicke belohnt.
Auf einem gut gepflegten Rundweg
durch ein Naturschutzreservat
lassen sich die Rückzugsspuren der
Gletscher der letzten Eiszeit
bestaunen, es gibt hier so viele
Gletschertöpfe wie sonst nirgends
in Europa. Der Silsersee bietet im
Sommer beste Surf- und
Segelbedingungen. Im Winter ist
Maloja Ausgangs- punkt zahlreicher
Loipen und der traditionelle
Startort des Engadin Skimarathon,
der u. a. über den gefrorenen
Silsersee führt, das Ziel ist nach
42 km S-chanf. Der Skilift am Piz
Aela befördert alpine SkifahrerInnen
auf knapp 2000 m Höhe, der Berg
verwandelt sich nach Schneefällen in
ein Pulverschnee- paradies auch für
Snowboarder.